Gasthof Traube Rattenberg

Bauhistorische Untersuchung des ehemaligen Gasthofs.
Der ehemalige Gasthof Traube liegt im nordwestlichen Teil der Altstadt von Rattenberg an der ehemaligen Hauptstraße, der von der nicht mehr bestehenden Innbrücke kommenden Inngasse. Das mächtige Gebäude mit hohen Stirnmauern und aufwändigem Eckerker steht nahezu frei und beherrscht den platzartigen Straßenraum. Die besondere Gestaltung und Bedeutung des Gebäudes sind auf seine ehemaligen Funktion als Rathaus und davor möglicherweise als bayrische herzogliche Burg zurückzuführen.

Der Gasthof Traube in Rattenberg entsteht in seiner heutigen Form und Größe und Höhe in einer komplexen Bauabfolge vom späten 13. bis zum frühen 17. Jahrhundert. Ursprünglich vier teilweise unabhängige Bauteile werden im 17. bzw. 18. Jahrhundert zu einem großen Gebäude zusammengefasst. Vermutlich erfolgt dies nach Verlegung des Rathauses in ein anderes Gebäude in Rattenberg und der Umnutzung als Gasthof. Dieser wird zuerst „Zum Grünen Baum“, spätestens ab 1815 „Zur Traube“ genannt. Bis auf wenige Eingriffe wie Fensterveränderungen und den Einzug von Gewölben in den Kellerräumen ändert sich bis zum ausgehenden 19. Jahrhundert kaum etwas an der Gebäudestruktur. Erst 1895/96 wird im 1. Obergeschoss ein zweigeschossiger Theatersaal mit Bühne eingebaut, dazu Decken und Binnenteilungen entfernt. Die Maßnahmen des 20. Jahrhundert stehen mit Adaptierungen für den Gastbetrieb in Zusammenhang, greifen kaum in die Struktur ein und betreffen hauptsächlich den Einbau von zusätzlichen Binnenteilungen.

Der ehemalige Gasthof Traube weist noch in außergewöhnlicher Weise und Vielfalt gotische Baustrukturen und Ausstattungen auf.

Arbeitszeitraum seit 2017
Bearbeitung Barbara Lanz, Sonja Mitterer, Patricia Tartarotti
Projektpartner Mag. Martha Fingernagel-Grüll
ao.Univ.Prof. Dr. Kurt Nicolussi, Universität Innsbruck
BDA Tirol

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