ehemalige Theresianische Normalschule Innsbruck

Bauhistorische Untersuchung mit Oberflächen- und Fassadenbefundung, dendrochronologischer Analyse und Erstellung einer Gebäudechronik
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Die ehemalige Theresianische Normalschule in der Altstadt von Innsbruck setzt sich aus einem vierflügeligen Hauptgebäude zur Kiebachgasse mit zentralen Innenhof und einer daran anschließenden Kapelle zur Schlossergasse zusammen. Bis auf die Geschäftsräume im Erdgeschoss steht das Gebäude heute leer und ist nicht frei zugänglich. Nach zahlreichen geplanten, jedoch nicht ausgeführten Umbauvorhaben seit den 1970er Jahren wird nun nach einem stimmigen Nutzungskonzept gesucht um die „bekannteste Innsbrucker Nicht-Sehenswürdigkeit“ (Zitat Lukas Morscher) wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im Vorfeld wird das Gebäude neu vermessen und eine umfassende bauhistorische Untersuchung als Grundlage für die weiteren Schritte durchgeführt.

Das Hauptgebäude entsteht in seiner heutigen Form eingebunden in die Gassen der Altstadt mit einer der bekannten Stadtentwicklung kongruenten und weiteren bereits untersuchten Gebäuden vergleichbaren Baugeschichte in mehreren Bauphasen vom späten 13. bis zum ausgehenden 19. Jahrhundert. Neben den beiden Feuermauern ist von der ursprünglich anzunehmenden mittelalterlichen Bebauung nur noch ein kleiner, rechteckiger Kernbau erhalten. Von diesem ausgehend ließen sich zwei der üblichen Breite zwischen 6-8 Metern entsprechende mittelalterliche Parzellen annehmen. Allerdings sind aufgrund der tiefgehenden Eingriffe späterer Umbauten keine zugehörigen Bauteile mehr erhalten. Ebenso sind Baumaßnahmen der Gotik, die üblicherweise Struktur und Ausstattung der Altstadthäuser Tirols prägen, nur hauptsächlich in primären Konstruktionen nachweisbar. Der für das heutige Erscheinungsbild prägende Eingriff ist die Umgestaltung zur Normalschule 1771-77 unter Maria Theresia mit Vereinheitlichung der Fassade, Einbau der hölzernen Galerien im Innenhof und Dachabschluss in heutiger Form, sowie Errichtung der Kapelle im Hof. Ein weiteres bedeutendes Kapitel in der wechselvollen Baugeschichte des Gebäudes ist die Umgestaltung 1879 zum ersten Evangelischen Pfarrhaus in Innsbruck. Nach dem Erwerb durch den Schlossermeister Kirschner 1905 wird schließlich mit der Einrichtung einer Werkstätte die Kapelle massiv verändert.

 

Arbeitszeitraum 2017
Bearbeitung Barbara Lanz, Sonja Mitterer, Patricia Tartarotti
Projektpartner Mag. Martha Fingernagel-Grüll, Wien
Prof. Kurt Nicolussi, Universität Innsbruck
IIG, DI Walter Aistleitner
 BDA Tirol

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